FV-Barnstorf

Hecht

Merkmale: Körper langgestreckt, seitlich etwas zusammengedrückt. Entenschnabelförmige Schnauze mit stark bezahntem, kräftigen Maul. Rückenflosse weit nach hinten verschoben; sitz direkt über der Afterflosse. Gelbgrün bis olivgrün gefärbt; Bauch weiß. Körper mit dunklen Querbinden oder marmoriert. Länge bis 150 cm.

Lebensraum: Langsam strömende Fliessgewässer mit Stillwasserzonen und Altwassern sowie Seen. Liebt klare, verkrautete Seen mit Kiesgrund (sog. Hecht-Schleien-Seen) bis in 1.500 m Höhe.

Biologie: Standorttreuer, revierbildender Raubfisch, der keine Artgenossen in sein Revier lässt. Geschieht dies, kommt es zu Kämpfen, die nicht ohne Verletzungen enden. Auch wird oft der Verlierer vom Sieger gefressen. Der Hecht ist ein Stoßjäger. Er hockt regungslos zwischen Wasserpflanzen bis ein Fisch vorbeigekommen ist. Dann schnellt er hervor, und packt den Fisch seitlich vom Bauch her. Dann wird der Fisch im Maul vorsichtig gewendet, so dass er geschluckt werden kann. Da der Hecht nach hinten gerichtete Zähne hat, kann er einmal gepackte Beute nicht mehr loslassen. Hechte laichen von März bis Mai im flachen Wasser an Wasserpflanzen und in Gräben sowie überschwemmten Wiesen ab. Die klebrigen Eier haben einen Durchmesser von 2,5-3 mm, es werden ca. 45.000-50.000 Eier/kg. Körpergewicht abgegeben. Je nach Wassertemperatur schlüpfen die Larven nach 10-30 Tagen. Mittels Klebedrüsen hängen sie zunächst an Wasserpflanzen. Bereits bei 4-5 cm großen Fischen tritt Kannibalismus auf, und die Jungtiere wandern in eigene Reviere. Die Hechtbrut ernährt sich zunächst von wirbellosen Kleintieren, später werden meistens Fische verspeist. Die Hauptbeute der Hechte ist das Rotauge. Die Hechte leiden häufig unter der Gewässerverbauung, da dadurch Standplätze verloren gehen, sowie Laichplätze.