FV-Barnstorf

Brasse

Merkmale: Körper hochrückig, seitlich stark zusammengedrückt. Basis der Afterflosse ist doppelt so lang wie die Rückenflossenbasis. Maul rüsselartig, vorstülpbahr. Augendurchmesser kleiner als Mundspalte. Rücken bleigrau; flanken heller, metallisch glänzend. Brust- und Bauchflossen hellgrau, restliche Flossen dunkelgrau. Männchen in der Laichzeit mit einem grobkörnigen Laichausschlag. Verwechslung mit der Blicke (Güster) möglich. Länge 30-40, max. 75 cm.

Lebensraum: Langsam fließende Ströme mit Altwasserbereichen (Brachsenregion) sowie in nähstoffreichen Seen mit weichem Bodengrund. Auch im Brachwasser, meist im ;Mündungsbereichen von Flüssen zu finden.

Biologie: Leitfisch der Brassenregion. Bodenorientierte, meist in Schwärmen lebende Art. Jungtiere halten sich in der vegetationsreichen Uferzone auf. Ältere Tiere halten sich in der Tiefe auf und kommen nur Nachts zur Nahungsaufnahme in die flacheren Gewässerabschnitte. dazu durchsuchen die Tiere fast senkrecht stehend den Grund mittels ihres ausstülpbahren Rüssels nach wirbellosen Kleintieren. Die Laichzeit fällt in die Monate Mai und Juni. An flachen Uferstellen legen die Tiere dann an Wasserpflanzen je Tier 200.000-300.000 Eier ab mit einem Durchmesser von 1,6-2 mm. Nach 3-10 Tagen schlüpfen die Larven, die zunächst mit Hilfe eines klebrigen Sekrets an den Wasserpflanzen haften bleiben. einige Tage nach dem Schlüpfen beginnen sie die Nahrungsaufnahme und ernähren sich zunächst von Rädertierchen, Einzellern und Algen, später von Insektenlarven. Brassen neigen zur Massenvermehrung, weshalb sie in überbevölkerten Gewässern oft verbutten. In den Wintermonaten ziehen sich die Fische oft an ruhige, tiefe Stellen zurück, wo sie in Schwärmen überwintern.