FV-Barnstorf

Aal

Merkmale: Der Aal hat einen schlangenähnlichen Körper. Rücken-, Schwanz- und Afterflosse bilden zusammen einen Flossensaum. Bauchflossen fehlen. Die Haut ist sehr schleimig und hat kleine, tief eingebettete Schuppen. Rücken dunkelgrau bis olivebraun. Der Bauch der im Süßwasser lebenden Aale ist gelblich (Gelbaal), wandert es ins Meer ab, wird es silbrig (Blankaal). Das Männchen bleibt mit ca. 50 cm Länge deutlich kleiner als das Weibchen, das eine Länge von 130 cm erreichen kann.

Lebensraum: Fließ- und Stillgewässer, die mit dem Meer in Verbindung stehen. Durch Besatz aber auch in abgeschotteten Seen. Auch im Brackwasser. Bis in 1000 m Höhe.

Biologie: Bodenlebender Wanderfisch. Meistens Nacht- und Dämmerungsaktiv. Man unterscheidet zwischen zwei Ernährungstypen: Der Spitzkopfaal ernährt sich hauptsächlich von Würmern, Schnecken und anderen wirbellosen Tieren, während sich der Breitkopfanal von Fischlaich, kleinen Fischen und Kaulquappen ernährt. Aale sind gegen Wasserverschmutzung relativ widerstandfähig, jedoch werden eine große Zahl Aale durch Wasserkraftwerke vernichtet. Zum laichen wandern die geschlechtsreifen Fische 5000-7000 km weit bis in die Sargasso-See (Westatlantik), wo sie in großer Tiefe ablaichen. Wahrscheinlich sterben die Elterntiere nach dem Ablaichen an Altersschwäche. Auf dieser Wanderung orientieren sie sich am Erdmagnetfeld, an Wasserströmungen und der Temperatur des Wassers.
Die Larven driften mit dem Golfstrom innerhalb von 3 Jahren nach Europa zurück. Mit erreichen der Küste wandeln sie sich in Glassaale um, die ca. 6-8 cm lang sind. Diese steigen dann als sogenannte Steigaale in die Heimatflüsse auf, angezogen wahrscheinlich durch den Geruch des Flusses.
Leider werden zahlreiche Glassaale von "Gourmets" verspeist. Mehrere 100 Aale pro Portion. Dies trägt auch wesentlich dazu bei, dass Aale immer seltener werden und auf der Roten Liste der aussterbenden Tierarten stehen.